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DAS KOLOSSEUM VON ROM
Das Kolosseum ist das bedeutendste Symbol Roms; diesen Ort mit unserem Audioguide, zu betreten, bedeutet, 2000 Jahre in der Zeit zurückzugehen, in eine der Epochen größter Blüte des Römischen Reiches.
Unter dem Motto „Pan et Circus“ gewährte das römische Kolosseum, das ursprünglich das „Amphitheatrum Flavium“ genannt wurde, mehr als 50.000 Menschen Zutritt, die sich an nachgespielten Schlachten, exotischen Tieren, Hinrichtungen von Gefangenen oder an tödlichen Gladiatorenkämpfen ergötzen konnten.
Der Bau des Kolosseums begann im Jahr 72 unter der Herrschaft Kaisers Vespasian und endete schließlich im Jahr 80 während der Amtszeit von Kaiser Titus, der das Kolosseum mit 100 Tagen „Brot und Spiele“ eröffnete, wobei in dieser Zeit mehr als 2.000 Gladiatoren den Tod fanden.
Es wurde zum größten Amphitheater des Römischen Reiches. Das Kolosseum hatte ein aus riesigen Segeltuchplanen bestehendes Dach, um die Zuschauer vor der Sonne zu schützen. Unter dem Sandboden befanden sich die Maschinen und Käfige.
Der ursprüngliche Name " Flavisches Amphitheater " wurde durch den des Kolosseums ersetzt, weil sich die große Statue des Nero " Der Koloss des Nero " am Eingang zum Domus Aurea befand, einem Palast, der nach dem Brand in Rom auf Befehl von Nero erbaut wurde.
Das Kolosseum blieb mehr als 500 Jahre lang aktiv. Die letzten Spiele in der Geschichte fanden im 6. Jahrhundert statt.
Derzeit leitet der Papst jeden Karfreitag die Kreuzwegstationen im Kolosseum. Es war schon immer ein Ort, der der Kirche sehr verbunden war, und an diesem Tag wird an die ersten Christen erinnert, die in der Arena starben.
Die Besucher des Kolosseums wurden je nach ihrem sozialen Status in den Rängen verteilt. Die Summa Cavea war beispielsweise eine Tribüne, die Frauen, Sklaven und Armen vorbehalten war.
Der Zugang und das Verlassen der Arena erfolgten zügig dank der 160 Durchgänge, die als Vomitoria bekannt sind. Das aufwendigste und spektakulärste Schauspiel, das im Amphitheater stattfand, waren die Naumachien – nachgestellte Seeschlachten, für die die Arena mit Wasser geflutet wurde, wie es im Film „Gladiator II“ dargestellt wird.
Nach dem Fall des Römischen Reiches wurde das Kolosseum im 6. Jahrhundert weiterhin von den Byzantinern genutzt. Im Hochmittelalter verfiel es jedoch nach und nach und diente als Wohnraum, Werkstatt oder Stall. Während des Mittelalters und der Renaissance diente es als Steinbruch, um damit andere Gebäude zu errichten, darunter den Petersdom im Vatikan.
Seit 1980 gehört das Kolosseum zusammen mit dem historischen Zentrum Roms zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde 2007 als eines der sieben neuen Weltwunder anerkannt.
DAS RÖMISCHE FORUM
Das Forum entwickelte das öffentliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben der republikanischen Ära und des Reiches.
Das Gebiet, in dem sich das Forum befindet, war ursprünglich ein sumpfiges Gebiet, das im 6. Jahrhundert v. Chr. entwässert wurde, als die Cloaca Maxima, eine der ersten Kanalisationen der Welt, gebaut wurde.
Es gibt viele Tempel im Forum (Saturn, Venus, Romulus, Vesta,...), und vom Palatin und vom Campidoglio-Platz aus gibt es einzigartige Perspektiven darauf.
Am Ende des Reiches geriet es in Vergessenheit, und erst im 20. Jahrhundert wurden die ersten Ausgrabungen durchgeführt.
Mit dem Audioguide kann man mehr über die nächsten Haltepunkte erfahren:
Via Sacra: Hauptstraße des alten Roms. Sie verband die Piazza del Campidoglio mit dem Kolosseum.
Der Titusbogen: Ein Triumphbogen, der an den Sieg Roms über Jerusalem erinnert. Er wurde nach dem Tod von Kaiser Titus erbaut.
Septimius-Severus-Bogen, zu Ehren des gleichnamigen Kaisers.
Der Tempel von Antoninus und Faustina: Erbaut im 2. Jahrhundert.
Die Basilika von Maxentius und Konstantin: Sie war eines der größten Gebäude des Römischen Forums.
Die Curia: In diesem Gebäude traf sich der Senat.
Die Phokas-Säule: Sie wurde 608 n. Chr. zu Ehren des Kaisers von Byzanz errichtet und ist mit 13 Metern Höhe eine der wenigen, die erhalten geblieben ist.
Über Jahrhunderte war das Forum Romanum das Zentrum des öffentlichen Lebens der Stadt. Militärparaden, Gerichtsverhandlungen, Reden, Volksversammlungen und Handelsgeschäfte fanden hier zwischen seinen Gebäuden, Straßen und Plätzen statt. Nach der Restaurierung mehrerer Heiligtümer wurde das Comitium zum Hauptversammlungspunkt der Republik.
Siegreiche Feldherren und ihre Legionen betraten die Stadt durch den Triumphbogen, durchquerten das Forum über die Via Sacra und beendeten ihre Umzüge, die sogenannten Triumphzüge, mit dem Aufstieg zum Tempel des Jupiter Optimus Maximus.
Zwischen dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. wählte die römische Aristokratie das Forum Romanum als Standort für ihre Palatiums, luxuriöse Gebäude mit prächtigen Wand- und Bodenverzierungen, wie sie heute noch in der Casa dei Grifi zu sehen sind.
TREVI-BRUNNEN
Der nächste Halt mit dem Audioführer ist der Trevi-Brunnen. Er ist der größte und bekannteste Brunnen Roms. Sein Ursprung geht auf das Jahr 19 v. Chr. zurück und war damals der Endpunkt des Aquäduktes Aqua Virgo.
Viel später, in der Renaissance, ließ Papst Nikolaus V. dort den ersten Brunnen bauen, obwohl das endgültige Aussehen, das wir heute sehen, aus dem Jahr 1762 stammt, das Werk von Nicola Salvi und Giuseppe Pannini.
Der Name Trevi leitet sich von Tre Vie ab (drei Wege), da er der Treffpunkt von drei Straßen war.
Der Mythos, mit der rechten Hand über die linke Schulter Münzen ins Wasser zu werfen, wurde 1954 mit dem Film "Drei Münzen im Brunnen" geboren und sagt folgendes:
Wenn du eine Münze wirfst, gehst du zurück nach Rom.
Wenn du zwei Münzen wirfst: dann wirst du Liebe zu einer attraktiven Italienerin oder einem attraktiven Italiener finden.
Wenn du drei Münzen wirfst, heiratest du die Person, die du kennengelernt hast.
Jährlich werden rund eine Million Euro aus dem Brunnen gewonnen und für gemeinnützige Zwecke verwendet.
Das unterirdische Aquädukt Aqua Virgo ist das einzige der elf antiken römischen Aquädukte, das noch heute in Betrieb ist. Vor der Kulisse des Palazzo Poli präsentiert sich der Trevi-Brunnen im barocken Stil mit maritimer Thematik. Im Zentrum des Monuments thront die Statue des Ozeanus auf einem muschelförmigen Wagen, der von zwei Seepferdchen gezogen wird – eines wild, das andere zahm – als Symbol für die wechselhaften Zustände des Meeres.
An den Seiten verkörpern allegorische Figuren die Göttinnen der Gesundheit und des Überflusses, die die wohltuende Wirkung des Wassers preisen. Am Rand des Brunnens befindet sich die sogenannte „Liebesquelle“.
Einer alten Tradition zufolge sollte ein Paar, das durch eine lange Trennung getrennt wurde, aus einem neuen Glas von dieser Quelle trinken und es anschließend zerbrechen – ein Ritual, das ein späteres Wiedersehen sichern sollte.
Unvergessen bleibt die Filmszene aus Federico Fellinis „La Dolce Vita“, in der Anita Ekberg Marcello Mastroianni dazu auffordert, mit ihr ins Wasser des Brunnens zu steigen.
DIE PIAZZA NAVONA
Mit dem Audioführer Audioguide stehen wir nun an der barocken Piazza Navona mit ihren 3 großen Springbrunnen im Zentrum. Sie befindet sich dort, wo sich im Jahr 86 das Domiciano oder Circo Agonale Stadion befand, mit Platz für mehr als 30.000 Zuschauer und wo die griechischen Leichtathletikspiele stattfanden.
Seine drei Brunnen, die unter dem Mandat von Gregor XIII. Boncompagni errichtet wurden, sind:
Der "Vierströmebrunnen", 1651 von Bernini erbaut. Die vier Statuen des Brunnens repräsentieren die vier wichtigsten Flüsse der Zeit: Nil, Donau, Ganges und Río de la Plata. In der Mitte befindet sich ein Obelisk, der zum Zirkus von Maxentius gehörte und in der Via Apia gefunden wurde.
Die Fontana del Moro befindet sich im südlichen Teil des Platzes. Er wurde von Giacomo della Porta entworfen und von Bernini perfektioniert, der die Delfine hinzufügte.
Der Neptunbrunnen wurde von Giacomo della Porta entworfen, blieb aber bis 1873 unvollendet, als die Arbeiten von Zappalà und Della Bitta abgeschlossen wurden.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden jeden Sommer die Abflüsse der drei Brunnen geschlossen und der zentrale Teil des Platzes wurde geflutet, um so zum See der Piazza Navona zu werden.
Auf dem Platz befinden sich der Palazzo Pamphili und die Kirche Sant'Agnese.
Die Piazza Navona war über Jahrhunderte hinweg der Mittelpunkt von Festen und Vergnügungen der Römer. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden ihre Enden verlängert, um im August Festumzüge von Fürsten und Bischöfen abzuhalten. Heute findet dort weiterhin der traditionelle Weihnachtsmarkt mit Süßigkeiten und Spielzeug für Kinder statt. Straßenkünstler und fliegende Händler beleben die Piazza das ganze Jahr über.
Die archäologische Stätte des antiken Stadions des Domitian, auf dessen Überresten der Platz ab dem 13.
Jahrhundert entstand, kann man sechs Meter unter der Erde in den Untergeschossen der Kirche Sant'Agnese in Agone und im Palazzo an der Piazza di Tor Sanguigna besichtigen.
Der Vierströmebrunnen erscheint in der 1990er-Filmversion von „Drei Münzen im Brunnen“. In Dan Browns Bestseller "Illuminati“ (Angels & Demons) ist der Brunnen der letzte der sogenannten Altäre der Wissenschaft der Illuminati und symbolisiert das Element Wasser.
PANTHEON
Der Audioführer Audioguide bringt uns zun zum Pantheon von Agripa oder Rom; es ist das am besten erhaltene architektonische Werk des antiken Rom. Es wurde 126 n. Chr. zu Hadrian's Zeiten erbaut und kann uneingeschränkt besichtigt werden.
Der Ort, an dem das heutige Gebäude steht, wurde früher von Agripa's Pantheon besetzt, das 27 v. Chr. gebaut und 80 n. Chr. durch einen Brand zerstört wurde.
Zu Beginn des 7. Jahrhunderts wurde das Gebäude Papst Bonifatius IV. geschenkt, der es in eine Kirche umwandelte.
Am überraschendsten sind seine Abmessungen: Das runde Gebäude hat genau den gleichen Durchmesser wie seine Höhe: 43,30 Meter. Die Kuppel mit gleichem Durchmesser ist größer als die der Peterskirche. In der Mitte der Kuppel öffnet sich ein Rundfenster von 8,92 Metern Durchmesser, das es ermöglicht, dass das einfallenden Tageslicht das gesamte Gebäude erhellt.
Die rechteckige Fassade, die die riesige Kuppel verdeckt, besteht aus 16 Granitsäulen, auf denen die Inschrift "M.AGRIPPA.L.F.COS.TERTIVM.FECIT" zu sehen ist, was "Marco Agrippa, Sohn des Lucius, Konsul zum dritten Mal, errichtete dieses Gebäude" bedeutet.
Im Inneren des Pantheons befinden sich zahlreiche Kunstwerke und Gräber von Königen aus Italien und prominenten Persönlichkeiten wie dem Renaissance-Maler und Architekten Raffael.
Im geneigten Marmorboden sind 22 kleine, kaum sichtbare Löcher vorhanden, die das Regenwasser ableiten, das durch das Oculus, der runden Öffnung in der Kuppel, eindringt.
Die majestätische Innenraumgestaltung soll bewusst Demut vor den Göttern hervorrufen. Nachdem das Pantheon zu Ehren der Heiligen Maria und der Märtyrer geweiht wurde, war es der erste heidnische Tempel, der in eine christliche Kirche umgewandelt wurde. Dadurch entging es den Plünderungen und Zerstörungen, die viele andere antike römische Monumente erlitten.
Im Jahr 1625 ließ Papst Urban VIII. Barberini die bronzene Verkleidung des Portikus entfernen, um daraus 80 Kanonen für die Engelsburg zu gießen.
1870 wurde das Pantheon zur letzten Ruhestätte der italienischen Königsfamilie. Während einer Restaurierung im Jahr 1893 wurden die sogenannten „Eselsohren“ entfernt – Glockentürme, die Gian Lorenzo Bernini im 17. Jahrhundert an den Seiten des Tempels hinzugefügt hatte. In der Kirche auf der Piazza della Rotonda werden noch immer Gottesdienste abgehalten, und zu Pfingsten regnen Rosenblätter aus der Kuppel herab, die das Ende der Feierlichkeiten bedeuten.
DIE PIAZZA DI SPAGNA
Auf diesem Platz, vor dem Heiligen Stuhl, befindet sich seit dem siebzehnten Jahrhundert die spanische Botschaft, daher der Name Piazza di Spagna.
Die 135 Stufen umfassende Treppe, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, um den Platz mit der Kirche Trinità dei Monti zu verbinden, ist sehr berühmt und Schauplatz zahlreicher Filme und Modenschauen, wie z.B. der Donne Sotto le Stelle, die Mitte Juli die Piazza di Spagna in Szene setzt.
Die Fontana della Barcaccia liegt in der Mitte des Platzes und hat die Form eines Bootes, auf das die Embleme der Familie Bernini eingraviert sind: Sonnen und Bienen. Er wurde von Pietro Bernini für Papst Urban III. entworfen. Der Bau wurde 1627 von seinem berühmten Sohn Gian Lorenzo Bernini abgeschlossen.
Wenn man mit der Audio Tour die Via del Babuino entlang zur Piazza del Popolo geht, findet man den Flaminio-Obelisken, einen 24 Meter hohen Obelisken, der früher den Circus Maximus zierte. Wenn man die Treppe hinaufgeht, erreicht man den Aussichtspunkt La Terraza del Pincio.
Die Piazza di Spagna wird nach wie vor als das Wohnzimmer Roms angesehen – ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Im 16. Jahrhundert war sie das Handelszentrum der Ewigen Stadt, da sich, nicht zuletzt wegen der dort befindlichen spanischen Botschaft, viele Hotels und Unterkünfte für ausländische Besucher rund um den Platz ausbreiteten.
Sie wurde auch als das „englische Ghetto“ bezeichnet, da viele britische Reisende im Rahmen der Grand Tour, einer traditionellen Bildungsreise junger Menschen aus gutem Hause, hier Station machten. In dieser Zeit wurde die Piazza di Spagna als Platea Trinitatis bezeichnet – nach der Kirche Trinità dei Monti, die 1495 gegründet wurde und sich oberhalb der berühmten Treppe befindet. Dieses Gotteshaus wurde von König Ludwig XII. von Frankreich in Auftrag gegeben und enthält spektakuläre Fresken von Daniele da Volterra.
Besucher können den Platz bequemer über den Aufzug der Metrostation Spagna erreichen. Die Spanische Treppe, die durch Spenden der französischen Bourbonen finanziert und 1725 von Papst Benedikt XIII. eingeweiht wurde, ist mit blumengeschmückten Terrassen verziert. Im Frühjahr findet hier die „Mostra delle Azalee“ statt – eine Ausstellung roter Azaleen in prächtigen Blumenkübeln.
DER PETERSPLATZ
Der Petersplatz im Vatikan, am Fuße des Petersdoms, wurde von Bernini in der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts mit Unterstützung von Papst Alexander VII. errichtet.
Während der bedeutendsten Liturgien und Veranstaltungen haben sich auf dem Platz schon mehr als 300.000 Menschen versammelt
Er besteht aus 284 Säulen und 88 Pilastern, die den Platz in einem Portikus aus vier Reihen begrenzen. An der Spitze der Säulen befinden sich 140 Heiligenstatuen, die 1670 von den Schülern Berninis angefertigt wurden.
In der Mitte des Platzes steht der 25 Meter hohe Obelisk, der 1586 aus Ägypten nach Rom gebracht wurde. Die beiden Brunnen wurden später errichtet, einer von Bernini und der andere von Maderno.
Der Petersplatz befindet sich in einem kleinen Tal, das in der Antike vom Zirkus des Caligula und einem Friedhof eingenommen wurde. Der Überlieferung zufolge wurden hier die sterblichen Überreste des Heiligen Petrus beigesetzt, der im Zirkus als Märtyrer starb. Um das Jahr 320 ließ Kaiser Konstantin zu seinen Ehren eine Basilika errichten sowie eine große Esplanade, die als Platea Sancti Petri bekannt wurde.
Aus der Vogelperspektive betrachtet, erinnert die Form des Platzes an ein riesiges Schlüsselloch mit seinen zwei halbkreisförmigen Kolonnaden, die laut Bernini die mütterliche Umarmung der Kirche symbolisieren sollen.
Der Petersplatz gehört zum kleinsten Staat der Welt mit einer Fläche von nur 0,44 Quadratkilometern.
Zum Vatikanstaat zählen der Platz selbst, die Peterskirche, die anderen Hauptbasiliken sowie die päpstlichen Paläste. Der Vatikan genießt seit 1929 Unabhängigkeit und verfügt über eine eigene Währung, Post, Polizei, einen Bahnhof und eine eigene Zeitung. Jeden Sonntag während des „Angelus Domini“ erteilt der Papst den Gläubigen seinen Segen von einem Fenster des Apostolischen Palastes oder Vatikanpalastes aus.
Sie können den Petersdom betreten, um die nächste Aufzeichnung im Audioführer zu hören.
PETERSDOM
Nächste Station unseres Audioführers ist der Petersdom. Er das wichtigste religiöse Gebäude des Katholizismus. Darin feiert der Papst die wichtigsten Liturgien.
Der Bau begann 1506 und endete 120 Jahre später, 1626, und wurde im selben Jahr eingeweiht. Namhafte Architekten wie Bramante, Michelangelo und Carlo Maderno nahmen teil. Er bietet Platz für 20.000 Personen.
Der Name stammt vom ersten Papst der Geschichte, dem heiligen Petrus, dessen Leiche in der Basilika begraben ist.
Unter den Kunstwerken, die sich im Inneren befinden, stechen der Bernini Baldachin, die Pietà von Michelangelo und die Statue des heiligen Petrus auf seinem Thron hervor, dessen rechter Fuß von den Küssen der Gläubigen abgenutzt ist.
Michelangelo begann mit dem Bau seiner imposanten Kuppel, Giacomo Della Porta setzte die Arbeiten fort und Carlo Maderno beendete sie 1614. Dieses architektonische Element war Inspiration für nachfolgende Projekte, wie der Londoner St. Paul's Cathedral und dem Washington Capitol. Es wird empfohlen, bis zur Kuppel aufzusteigen.
Die ursprüngliche Basilika wurde um das Jahr 320 erbaut und 326 von Papst Silvester I. geweiht. Erst 1506 wurde beschlossen, sie durch einen größeren und zeitgemäßeren Sakralbau zu ersetzen. Bramante entwarf den ersten Plan mit einem griechischen Kreuz als Grundriss. Sein Nachfolger Raffael schlug stattdessen eine lateinische Kreuzform vor.
Die Debatte zwischen beiden Architekturformen war heftig – Baldassare Peruzzi und Michelangelo bevorzugten das griechische Kreuz. Letztendlich entschied Papst Paul V. zugunsten des lateinischen Kreuzes, um den Gläubigen mehr Platz zu bieten, und beauftragte Carlo Maderno mit der Umsetzung dieser Lösung.
Papst Urban VIII. eröffnete die Basilika am 18. November 1626 für den Gottesdienst. An der oberen Fassade befinden sich neun Balkone, von denen aus der mittlere immer zur Verkündung eines neuen Papstes genutzt wird.
DIE SIXTINISCHE KAPELLE
Die Sixtinische Kapelle ist einer der größten Schätze des Vatikans, hier kann man die Meisterwerke von Michelangelo sehen: Die Schöpfung Adams und das Jüngste Gericht. Es ist auch der Tempel, in dem die Päpste ausgewählt und gekrönt werden.
Sie wurde zwischen 1473 und 1481 unter der Herrschaft von Papst Sixtus IV. erbaut, dem sie ihren Namen verdankt. Der Architekt war Giovanni de Dolci.
Die Fresken, die die Wände und Decken vollständig bedecken, stammen von Künstlern wie Botticelli, Perugino, Luca oder Michelangelo.
Alle Fresken an der Decke stammen von Michelangelo, der vier Jahre brauchte, um das Gewölbe zu bemalen.
In den Deckenbildern stechen die neun Entstehungsgeschichten hervor, die den zentralen Teil einnehmen. Die Szenen von Noahs Trunkenheit bis zur Trennung von Licht und Dunkelheit werden dargestellt. Adams Schöpfung ist das bekannteste Bild des gesamten Freskos.
Über dem Hauptaltar, der 13,7 x 12,2 Meter misst, befindet sich Michelangelos anderes Meisterwerk, Das Jüngste Gericht, das die Apokalypse nach Johannes darstellt.
Die Dekoration der Apsis dauerte fünf Jahre, Michelangelo beendete sie 1541. Es war ein Auftrag von Clemens VII. zur Abdeckung der bis dahin existierenden Wandmalereien.
Die Tour mit dem Audioguide wird in den Vatikanischen Museen fortgesetzt.
Es wird vermutet, dass Papst Julius II. Michelangelo überzeugte, den Auftrag anzunehmen, indem er ihm eine Summe anbot, die heute etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro entsprechen würde.
Die Sixtinische Kapelle, die zwischen 1979 und 1999 vollständig restauriert wurde, befindet sich im Apostolischen Palast, der offiziellen Residenz des Papstes. Dort findet auch das Konklave statt, also die Wahl eines neuen Papstes. Sobald eine Entscheidung getroffen wurde, verbrennen die Kardinäle ihre Stimmzettel im Kamin der Kapelle, sodass der berühmte „weiße Rauch“ (fumata bianca) zu sehen ist.
Die Hauptfunktion des Palastes besteht darin, den Sitz der Päpstlichen Kapelle zu beherbergen, eines der beiden Gremien der Päpstlichen Familie, das sich aus Personen zusammensetzt, die dem direkten Umfeld des Papstes angehören. Ende des 15. Jahrhunderts, während des Pontifikats von Sixtus IV., bestand dieses Gremium aus etwa 200 Personen, die sich jährlich 50 Mal versammelten.
VATIKANISCHE MUSEEN
Im Inneren befinden sich Tausende von Kunstwerken, die von der römisch-katholischen Kirche seit mehr als fünf Jahrhunderten gesammelt wurden.
Die Ursprünge dieser Museen gehen auf das Jahr 1503 zurück, als der neu ernannte Papst Julius II. seine Privatsammlung spendete. Seitdem haben Privatfamilien und andere Päpste die Sammlung der Museen erweitert und sie zu einer der größten der Welt gemacht.
Die Museen, die wir mit dem Audioguide besuchen können, sind:
Museo Pío – Clementino,
Galerie der Kandelaber,
Museo Missionario-Etnologico,
Galerie der Landkarten,
Historisches Museum des Vatikan - Kutschenpavillon,
Galerie der Wandteppiche,
Museo Pío Cristiano,
Pinakothek,
Sobieski-Saal und Saal der Unbefleckten Empfängnis,
Gregorianisch-Ägyptisches Museum,
Gregorianisch-Etruskische Museum,
Museo Gregoriano Profano,
Appartamento Borgia,
Stanzen des Raffael,
Saal des Zweigespanns.
Das Pio-Christian-Museum beherbergt Fundstücke aus den Ausgrabungen römischer Katakomben. Das Pio-Clementino-Museum, das auf ein älteres Museum aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, verfügt über eine bedeutende Sammlung griechischer und römischer Skulpturen, darunter der Apoll von Belvedere, die Laokoon-Gruppe und die Statue des Herkules.
In der Pinakothek sind Werke von Raffael, Leonardo da Vinci und Caravaggio zu bewundern. Das etruskische und ägyptische Museum, beide gegründet von Gregor XVI., zeigen nach Dynastien geordnete Objekte, darunter Keramiken, Skulpturen und Grabbeigaben.
Das Chiaramonti-Museum beherbergt originale römische Kunstwerke sowie griechische Kopien, darunter den berühmten Doryphoros. Das Gregorianische Profanmuseum zeigt Materialien aus der „Goldgräberzeit“, die durch die intensiven Ausgrabungen der Päpste ans Licht kamen. Die Borgia-Gemächer enthalten eine Sammlung von 800 Skulpturen und Gemälden, die die moderne religiöse Kunst repräsentieren.
ENGELSBURG (Castel Sant’Angelo)
Die Tour mit unserem Audioguide geht in der Engelsburg weiter. Es handelt sich um eine militärische Festung am rechten Ufer des Tiber, die auch als Mausoleo di Adriano bekannt ist, weil sie 135 von diesem Kaiser erbaut wurde und 403 in die Aurelianische Mauer integriert wurde.
Im Jahre 590, während eine große Pestepidemie die Stadt verwüstete, hatte Papst Gregor I. eine Vision von Erzengel Michael, der das Ende der Epidemie ankündigte. In Erinnerung an die Erscheinung wird das Gebäude von der Engelsstatue gekrönt.
1277 wurde ein 800 Meter langer befestigter Korridor gebaut, der die Burg mit der Vatikanstadt verband, damit der Papst bei Gefahr entkommen konnte, und so geschah es während der Belagerungen in Rom 1527, als Clemens VII. davon Gebrauch machte.
Der italienische Bildhauer und Schriftsteller Benvenuto Cellini, der von Papst Clemens VII. beauftragt wurde, nahm an der Verteidigung Roms während der Plünderung durch die Truppen von Kaiser Karl V. teil. In seinen Memoiren berichtet er, dass er von der Engelsburg aus den Anführer der Landsknechte erschossen habe.
Seit 1925 beherbergt die Burg das Nationalmuseum Castel Sant’Angelo, in dem Kunst- und Geschichtssammlungen, Relikte des italienischen Heeres sowie mittelalterliche Feuerwaffen ausgestellt sind. Darüber hinaus diente sie als geheimes päpstliches Archivar und Schatzkammer der Kirche.
Das Fundament der Burg ist quadratisch, darauf erhebt sich ein zylindrischer Bau, der von einem weiteren kleineren Zylinder gekrönt wird. Der Lungotevere, die entlang des Tibers errichtete befestigte Uferstraße zum Schutz vor Überschwemmungen, ist im Bereich der Burg und der Brücke für Fußgänger reserviert, was eine ungestörte Betrachtung des Bauwerks ermöglicht.
ARA PACIS
Der nächste Halt mit der Audio Tour ist das Ara Pacis, ein Denkmal, das zwischen 13 und 9 v. Chr. für die Feier des Friedens im Mittelmeerraum nach dem Sieg von Kaiser Augustus in Hispanien und Gallien errichtet wurde. Aus diesem Grund präsentiert es Reliefs, die die Familie des Augustus in der Prozession zeigen, sowie verschiedene Allegorien über die mythische Gründung Roms.
Es handelt sich um einen Altar aus Carrara-Marmor, in dem jedes Jahr ein Widder und zwei Ochsen zu Ehren der Friedensgöttin, der ihr gewidmet ist, geopfert wurden.
Der Schatten des großen Obelisken im Campo Marte fiel am Geburtstag von Augusto auf die Ara Pacis.
Das Monument befand sich ursprünglich im Marsfeld in der Nähe des heutigen Palazzo Fiano und wurde erst im 16. Jahrhundert entdeckt. In den 1930er Jahren wurden seine Ruinen vollständig ausgegraben und unter der Aufsicht der Regierung restauriert. Mussolini beabsichtigte, die Symbole des Römischen Reiches zu nutzen, um seine nationalistische Politik zu untermauern.
Heute ist das Denkmal durch einen modernen Glasbau an der Via Ripetta vor Umweltverschmutzung geschützt, unter dem sich Ausstellungsräume befinden. Der Ara Pacis ist ein rechteckiges, nach oben offenes Bauwerk mit zwei Eingängen: einem vorderen, durch den der Priester eintrat, und einem hinteren, durch den die Opfertiere hineingebracht wurden.
DIE VILLA BORGHESE
Die Villa Borghese in Rom ist einer der größten Stadtparks Europas. Der Staat erwarb die Gärten 1901 von der Familie Borghese.
Der Park ist eine Mischung aus Natur und der Kunst Roms. In den Gärten befinden sich Gebäude, Skulpturen, Denkmäler und Brunnen berühmter Künstler aus verschiedenen Epochen, wie die Pincio-Wasseruhr, ein Wunderwerk der Technik des 19. Jahrhunderts.
Es gibt auch die Borghesische Galerie mit Gemälden von Künstlern wie Raffael, Tizian, Caravaggio, Rubens, Botticelli oder Bernini. Mit dem Audioguide kann man einen großen Teil der Sammlung ansehen, die zwischen 1576 und 1633 von Kardinal Scipione Borghese, dem Neffen von Papst Paul V. und ersten Mäzen Berninis, begonnen wurde.
Das Museum und die Galerie befinden sich im Casino Borghese, dem imposantesten Gebäude der Villa, das sich durch seine mit Statuen verzierte Fassade, die doppelläufige Treppe und die neoklassizistische Vorhalle auszeichnet.
Weitere sehenswerte Orte der Villa sind die Piazza di Siena, Austragungsort des wichtigsten Reitturniers Roms sowie anderer Veranstaltungen und Konzerte; der Monte Pincio mit spektakulären Ausblicken; das Etruskische Museum der Villa Giulia, die einstige Sommerresidenz von Papst Julius III.; die Nationale Galerie für moderne Kunst; der Zoologische Garten Roms, der heute als Biopark fungiert; und das Haus des Films.
CAMPO DEI FIORI
Die Piazza di Campo dei Fiori wurde 1456 von Papst Callixtus III. an der Stelle eines Blumenfeldes erbaut.
Hier befanden sich Handwerksbetriebe und Herbergen, und zweimal pro Woche fanden Pferdemärkte statt.
Auch öffentliche Hinrichtungen fanden hier statt. Die Statue von Giordano Bruno von 1889 erinnert an diese Tatsache. Der Philosoph wurde 1600 wegen Ketzerei auf dem Platz verbrannt.
Derzeit gibt es täglich einen Markt mit Blumen, Lebensmitteln und Kunsthandwerk.
Nachts verwandelt sich dieser Platz in ein beliebtes Ausgehviertel mit zahlreichen Bars und angesagten Restaurants, die zum Aperitif oder Abendessen einladen.
Der Platz wurde 1440 gepflastert, und ringsum wurden Unterkünfte für Pilger errichtet. 1590 ließ Giacomo Della Porta einen Brunnen bauen, der umgehend von den Händlern zum Waschen von Obst und Gemüse genutzt wurde. Da die erhobenen Geldstrafen nicht den gewünschten abschreckenden Effekt erzielten, wurde der Brunnen 1622 zugedeckt. An besonderen Festtagen floss aus den Wasserhähnen anstelle von Wasser Castelli-Wein. 1889 wurde der Brunnen durch die Statue von Giordano Bruno ersetzt.
HEILIGE STÄTTE (AREA SACRA)
In der Area Sacra befinden sich die Ruinen der ältesten Tempel Roms. Sie wurde 1926 entdeckt. Das Gebiet wurde von vier Tempeln aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. sowie vom Theater und der Kurie von Pompejus beansprucht, wo Julius Cäsar ermordet wurde.
Seit den ersten Ausgrabungen haben Hunderte von Katzen beschlossen, es zu ihrem Zuhause zu machen.
Wir gehen nun weiter zum nächsten Halt der Tour, den Trajansmärkten, über die wir mit dem Audioguide mehr erfahren werden.
Die Heilige Stätte befindet sich auf der Piazza Largo di Torre Argentina, die nach einem der beiden Türme benannt wurde, die sich hier einst befanden. Nach der Einigung Italiens wurde die Stätte abgerissen, wodurch die Überreste antiker Bauten unterhalb des heutigen Straßenniveaus ans Licht kamen. Da die ursprüngliche Widmung der Tempel unbekannt ist, wurden sie nach ihrer Nähe zur Bushaltestelle der Piazza mit den Buchstaben A, B, C und D bezeichnet.
Gegenüber der Stätte befindet sich eines der bedeutendsten und ältesten Theater Roms, das Teatro Argentina. Es wird vermutet, dass Kaiser Augustus an dieser Stelle ein Gebäude errichten ließ, um den Ort zu kennzeichnen, an dem sein Adoptivvater Julius Cäsar ermordet wurde.
TRAJANSMÄRKTE
Die Trajansmärkte wurden zwischen den Jahren 100 und 110 aus Ziegeln gebaut und sind das erste überdachte Einkaufszentrum der Geschichte. Es bestand aus sechs Stockwerken, in denen mehr als 150 Läden verteilt waren. Bis heute hat sich ein großer Teil seines ursprünglichen Aussehens erhalten.
Hier befindet sich das Museum der Kaiserforen aus der Zeit des klassischen Roms.
Der Markt wurde von Apollodor von Damaskus entworfen. Der untere Teil des Marktes, der in Form eines Halbkreises angelegt ist, grenzt an das Trajansforum, das über einen Durchgang unter der Via Alessandrina zugänglich ist. Das Forum beherbergte die griechische und römische Bibliothek, den Tempel, die Trajanssäule und die Basilica Ulpia.
Von der Via Alessandrina und der Via dei Fori Imperiali aus sind neben dem Trajansforum auch die Foren von Augustus, Cäsar und Nerva zu sehen. Die Trajanssäule war die erste ihrer Art mit spiralförmigen Reliefs. Auf ihren 40 Metern Höhe sind über 2.500 Figuren dargestellt, die den Sieg des Kaisers über die Daker feiern. Zudem diente die Säule als Mausoleum, da am Sockel eine Urne mit den Überresten Trajans aufbewahrt wurde.
NATIONALDENKMAL FÜR VIKTOR EMANUEL II
Das Denkmal für Vittorio Emanuele II. wurde 1911 eingeweiht, um Víctor Manuel II., dem ersten König Italiens nach seiner Vereinigung, zu gedenken.
Seit 1921 beherbergt es das Grab des unbekannten Soldaten, einen Ort, an dem die ewige Flamme brennt und der immer von zwei Soldaten bewacht wird.
Es besteht aus korinthischen Säulen und Treppen aus weißem Marmor. Eine bronzene Reiterskulptur von Víctor Manuel steht im Vordergrund des Ensembles, und zwei Wagen unter der Leitung der Göttin Victoria krönen den Portikus.
Das Denkmal befindet sich zwischen der Piazza Venezia und dem Kapitolshügel. Es ist bekannt als Altar des Vaterlandes (Altare della Patria) oder Il Vittoriano, hat jedoch auch populärere Spitznamen wie „Hochzeitstorte“ aufgrund seiner strahlend weißen Farbe, oder „Schreibmaschine“ – ein Name, den es von alliierten Soldaten erhielt, die die Krümmung der Säulen des Portikus damit verglichen.
Am Fuße des Denkmals befindet sich das Museum der Einigung Italiens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden im Rahmen einer städtebaulichen Umgestaltung das Palazetto Venezia und die Kirche Santa Rita verlegt, um die Pracht des Monuments noch stärker hervorzuheben.
KAPITOLINISCHE MUSEEN
Der nächste Halt mit dem Audioguide sind die Kapitolinischen Museen, die sich in zwei Palästen auf der Piazza del Campidoglio befinden und das wichtigste städtische Museum Roms sind. Beide Gebäude sind durch die Galleria Lapidaria verbunden, eine unterirdische Passage, die den Platz durchquert..
Seine erste Bronzesammlung wurde 1471 von Papst Sixtus IV. zur Verfügung gestellt. Es ist eines der ältesten Museen der Welt.
Im Palazzo dei Conservatori befinden sich die Originalfigur des Kapitolinischen Wölfin und das erste gemeißelte Porträt einer lebenden Figur, das Ritratto di Carlo I d'Angiò, aus dem Jahr 1277.
Im Palazzo Nuovo befinden sich unter anderem die Kapitolinische Venus, eine Marmorskulptur aus der Zeit zwischen 100 und 150 n. Chr., der Diskobolo und das Bild der sterbender Gallier.
Die archäologischen Ausgrabungen, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Errichtung neuer Stadtviertel in Rom durchgeführt wurden, förderten zahlreiche Funde zutage, die nach ihrer Katalogisierung im Antiquarium in die Sammlungen der Museen integriert wurden.
In der Pinakothek, die von Papst Benedikt XIV. gegründet wurde, sind Gemälde vom Spätmittelalter bis zur Kunst des 18. Jahrhunderts ausgestellt, darunter Werke italienischer Meister wie Caravaggio, Guercino und Pietro da Cortona, sowie internationaler Künstler wie Velázquez, Rubens oder Van Dyck. Im Innenhof des Palazzo dei Conservatori sind der Brunnen des Marforio sowie die Kopie der Reiterstatue von Mark Aurel zu bewundern, die den Kaiser in einer an das Volk gerichteten Geste zeigt.
KONSTANTINSBOGEN
Der Konstantinsbogen wurde 315 zum Gedenken an den Sieg Konstantins I. des Großen in der Schlacht auf der Milvischen Brücke errichtet. Er befindet sich zwischen dem Kolosseum und dem Palatin-Hügel.
Er wurde aus Teilen früherer Gebäude gebaut und ist der letzte Torbogen, der im alten Rom errichtet wurde.
Darin sind Statuen aus dem Forum von Trajan zu sehen, einige Reliefs, in denen Marcus Aurelius beim Verteilen von Brot unter den Armen zu sehen ist, und die Darstellung von Trajan nach seinem Sieg über die Daker.
Die nächste Station unseres Audioführers ist die Kirche San Pietro in Vincoli.
Auf den runden dekorativen Elementen des Konstantinsbogens sind Darstellungen von Jagdszenen und Opferritualen zu erkennen, während die Fundamente der korinthischen Säulen allegorische Figuren schmücken. Es ist der größte und am besten erhaltene der drei Triumphbögen Roms – die anderen beiden sind der Titusbogen und der Septimius-Severus-Bogen. Der Konstantinsbogen ist 21 Meter hoch und 25 Meter breit.
Im 18. Jahrhundert beauftragte Papst Clemens XII. eine umfassende Restaurierung, um die fehlenden Teile des Bauwerks zu rekonstruieren. Die Via Triumphalis, an der sich alle drei Bögen befinden, war Teil der Route, die siegreiche Generäle bei ihrem feierlichen Einzug in Rom nahmen – der Weg begann im Marsfeld und endete auf dem Kapitolshügel.
DIE KIRCHE SAN PIETRO IN VINCOLI
Die Basilika des heiligen Petrus wurde im fünften Jahrhundert erbaut, um die Ketten unterzubringen, mit denen der heilige Petrus in Jerusalem inhaftiert war. Diese befinden sich im Reliquienschrein unter dem Hauptaltar, den man mit dem Audioguide besichtigen kann.
Es wird angenommen, dass Kaiserin Eudoxia Papst Leo I. eine der Ketten schenkte, und der Legende nach wurde die zweite auch nach Rom gebracht, und ein Wunder vereinte sie.
Hier befindet sich auch das Mausoleum von Papst Julius II., das aus der von Michelangelo zwischen 1505 und 1515 geschaffenen Mosesstatue besteht.
Die berühmte Moses-Statue war ursprünglich Teil des monumentalen Grabmals für Papst Julius II., das insgesamt 48 Statuen umfassen sollte. Julius II. setzte das ehrgeizige Projekt jedoch aus, um sich stattdessen auf den Bau des Petersdoms im Vatikan zu konzentrieren. Die Kirche San Pietro in Vincoli („Sankt Peter in Ketten“) wurde im 8.
Jahrhundert wieder aufgebaut. Im 16. Jahrhundert wurden die Fassade und der Portikus restauriert, während das Innere des Tempels im 18. Jahrhundert renoviert wurde. Die Reliquie der Ketten, mit denen der Apostel Petrus in Jerusalem gefesselt wurde, wird den Gläubigen jedes Jahr am 1. August gezeigt. Der gleichnamige Platz der Basilika ist über eine steile, enge Treppe in der Via San Francesco de Paola erreichbar.
SANTA MARIA MAGGIORE
Wir befinden uns mit dem Audioguide vor der Kirche Santa Maria Maggiore. Sie wurde Mitte des vierten Jahrhunderts auf Befehl von Papst Liberio auf einem heidnischen Tempel gebaut, der zur Verehrung der Göttin Cibeles diente. Der Legende nach erschien die Jungfrau vor dem Papst, um ihn zu bitten, die Kirche zu bauen, und die Form der Anlage wurde durch einen wunderbaren Schneefall angezeigt.
Santa María Maggiore ist die größte der 26 Kirchen in Rom, die der Jungfrau Maria gewidmet sind. Sie wurde auch wegen des Schneefalls Santa Maria della Neve und wegen Papst Liberio Basilica Liberii gennant, aber auch Santa Maria ad praesepe weil sie eine Reliquie der Heiligen Krippe enthielt.
Die Basilika hat einen Baustil von frühchristlich bis barock. Aus dem antiken Rom sind noch einige ionische Säulen, und aus dem Mittelalter den Glockenturm, einige Mosaike und Marmorböden erhalten.
Diese Basilika ist eine der fünf patriarchalischen Kirchen Roms und wird regelmäßig vom Papst genutzt. Der Grundriss bewahrt die ursprüngliche frühchristliche Struktur, wobei 36 Steinsäulen den Innenraum in drei Kirchenschiffe unterteilen.
Die vergoldete Kassettendecke wurde mit dem ersten Gold, das aus Amerika kam, verziert – ein Geschenk von Isabella der Katholischen. Während der baulichen Erweiterungen Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts ließen die Päpste Sixtus V. und Paul V. zwei prächtige Kapellen errichten, die heute als Sixtinische und Paulinische Kapelle bekannt sind. Jedes Jahr am 5. August wird das Wunder des Schnees gefeiert, indem weiße Blütenblätter vom Gewölbe der Basilika herabregnen.
ERZBASILIKA SAN GIOVANNI IN LATERANO
Wir befinden uns mit der Audio Tour vor der Erzbasilika San Giovanni in Laterano. Sie wurde zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers von Kaiser Konstantin dem Großen im vierten Jahrhundert errichtet und war die erste Kirche, die in Rom gebaut wurde, und ist die Kathedrale der Stadt.
Zu Beginn des 4. Jahrhunderts entzog Kaiser Konstantin den Lateranen das Land, um die erste römische Basilika darauf zu bauen.
Bis 1870 erhielten alle Pontifex darin ihre Investitur und der Papst, als Bischof von Rom, feiert in ihrem Inneren weiterhin die Ämter des Gründonnerstags.
Die zentralen Türen aus Bronze sind die Originaltüren der Römischen Kurie, die sich in den Kaiserforen befindet.
Gegenüber der Basilika befindet sich die Heilige Treppe, durch die Jesus Christus aufstieg, um am Karfreitag gerichtet zu werden. Sie wurde im Jahr 326 aus dem Palast des Pontius Pilatus genommen.
Francesco Borromini wurde im 17. Jahrhundert mehrfach beauftragt, die Innenausstattung der Lateranbasilika umzugestalten, wobei er die Decke aus dem 16. Jahrhundert und den ursprünglichen Bodenbelag beibehielt. Im Hauptschiff schuf er zwölf Nischen, in denen später die Statuen der Apostel aufgestellt wurden.
Auf der rechten Seite der Basilika befindet sich das Museum, in dem Möbel, liturgische Dekorationsgegenstände, Goldschmiedearbeiten aus dem 15. Jahrhundert und ein konstantinisches Kreuz aus dem 13. und 14. Jahrhundert ausgestellt sind. Die Lateranbasilika gehört zum Vatikanstaat und besitzt extraterritoriale Rechte. Seit 1980 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist über die Metrostation San Giovanni gut erreichbar.
DER PALATIN
Nächster Halt mit dem Audioguide ist der Palatin. Er liegt 40 Meter über dem Forum Romanum und ist der zentralste der sieben Hügel Roms.
Die römische Mythologie erzählt, dass die Höhle, in der Luperca lebte, die Wölfin, die sich um Romulus und Remus kümmerte, sich hier befand. Als die Brüder aufwuchsen, beschlossen sie, eine Stadt am Flussufer zu gründen, aber nachdem sie sich gestritten hatten, tötete Romulus Remus und gründete die Stadt Rom.
Dieser Berg, der seit 1000 v. Chr. bewohnt wurde, war die Residenz der römischen Oberschicht, die dort während der republikanischen Zeit prächtige Paläste errichtete, von denen noch heute wichtige Überreste erhalten sind. Hervorzuheben sind die Domus Flavia, das Haus der Livia und das Haus des Augustus.
Kaiser Augustus erwarb zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. nach und nach alle privaten Residenzen auf dem Palatin und bewahrte symbolisch das Haus, in dem er geboren wurde. Die Gesamtheit dieser Wohnanlagen wurde als Palatium bezeichnet. Berühmte Persönlichkeiten wie Marcus Antonius, Tiberius Nero und Cicero errichteten ebenfalls Villen auf dem Palatin, um ihr soziales Prestige zu steigern.
Auf dem Hügel befindet sich einer der ältesten botanischen Gärten Europas, der Orti Farnesiani, der aus dem 16. Jahrhundert stammt und dessen Panoramaterrasse spektakuläre Blicke auf das Forum Romanum bietet. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde der Palatin als Steinbruch genutzt und diente als Halde für Baumaterialien.
MUND DER WAHRHEIT (Bocca della Verità)
Der Mund der Wahrheit ist eine riesige Marmormaske, im Mittelalter glaubte man, wenn man seine Hand in den Mund legte und nicht die Wahrheit sprach, dass sie abgebissen würde.
Sie ist dem Meeresgott gewidmet, dargestellt durch ein männliches Gesicht mit Bart, mit durchbohrten Augen, Nase und Mund.
Die Skulptur befand sich auf der Piazza della Bocca della Verità, bis sie 1632 vor die Kirche Santa Maria in Cosmedin verlegt wurde.
Wir gehen nun mit dem Audioguide zum nächsten Punkt, dem Forum Boarium.
Eine der berühmtesten Szenen aus William Wylers Film „Ein Herz und eine Krone“ (Vacanze Romane) ist die, in der Gregory Peck so tut, als hätte ihm die Statue die Hand abgebissen, während er Audrey Hepburn erschreckt. Der amerikanische Schauspieler hatte diesen Scherz ursprünglich außerhalb der Dreharbeiten gemacht, doch der Regisseur entschied sich, ihn in den Film aufzunehmen, nachdem er die überraschte Reaktion der Hauptdarstellerin sah.
Dieses große runde Marmorrelief könnte ursprünglich als Kanaldeckel oder Teil eines Brunnens gedient haben. Einer anderen Legende zufolge wurde die Skulptur genutzt, um die Tugendhaftigkeit verheirateter Frauen zu prüfen.
FORUM BOARIUM
Das Forum Boarium war ein Gebiet am Ufer des Tiber, in dem der Tiermarkt im alten Rom stattfand.
Es beherbergt die republikanischen Tempel von Herkules und Portuno, die im 2. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurden. Beide sind in sehr gutem Zustand erhalten, da sie im Mittelalter als christliche Kirchen geweiht wurden. Der Tempel von Portuno ist dem Gott der Flüsse und Häfen gewidmet.
Der Legende nach stahl der Riese Cacus dem Herkules die Rinder des Geryon, als dieser das Forum Boarium erreichte. Die Bewohner des Palatin verehrten Herkules als Gott, nachdem er den Riesen getötet hatte.
Die Etrusker entwässerten das Sumpfgebiet des Velabrum im 4. Jahrhundert v. Chr., indem sie die Cloaca Maxima errichteten, ein weiteres beeindruckendes Beispiel römischer Ingenieurskunst und der Ursprung moderner Abwassersysteme. In diesem Jahrhundert begann auch der Betrieb des Tiberhafens, ein Werk von Servius Tullius.
CIRCUS MAXIMUS
Der Circus Maximus, nächste Station unseres Audioführers, liegt zwischen dem Aventin und dem Palatin-Gebirge und war ein langgestrecktes Gebäude mit Platz für 300.000 Zuschauer. Die Sandpiste war 600 Meter lang und 225 Meter breit.
Hier fanden die öffentlichen Spiele statt. Bei den Pferderennen mussten die Teilnehmer sieben Runden des Circus Maximus absolvieren. Große Einsätze wurden getätigt und der Gewinner erhielt saftige Preise, oder Freiheit, wenn er ein Sklave war.
Es gab auch Reitausstellungen, wie die so genannte "Ludus Troianus", eine Simulation von Schlachten der jungen Aristokraten, und mehrstündige Fußgängerrennen, die zu Fuß durchgeführt wurden.
Seine Ursprünge gehen auf ein Gelände zurück, das von König Tarquinius Priscus angelegt wurde. Nach dem Wiederaufbau durch Julius Cäsar im Jahr 46 v. Chr. wurde es als Zirkus genutzt. Man nimmt an, dass hier die Entführung der Sabinerinnen stattfand. Die berühmteste Szene des Filmklassikers „Ben Hur“ stellt ein spektakuläres Wagenrennen nach, wie sie im Circus Maximus abgehalten wurden.
Augustus ließ eine Kaiserloge und den Obelisken von Ramses II. hinzufügen. Spätere Kaiser wie Trajan, Caracalla und Konstantin erweiterten und renovierten die Anlage ebenfalls. Der Zirkus war bis zum 6. Jahrhundert in Betrieb; danach wurden unter seinen Tribünen Geschäfte, Wohnhäuser und Lager errichtet. Im 19. Jahrhundert wurde hier ein jüdischer Friedhof angelegt. Heute ist nur noch die ursprüngliche Rennbahn erhalten, die in einen Park umgewandelt wurde und von den Römern für Sportaktivitäten genutzt wird.
CARACALLA-THERMEN
Sie wurden zwischen 212 und 216 unter der Herrschaft von Kaiser Caracalla erbaut und waren eines der größten und prächtigsten Thermalzentren der Antike. Sie waren mit Marmor verkleidet und mit wertvollen Kunstwerken verziert.
In ihnen standen den Bürgern öffentliche Bäder, Gymnastik, Bibliothek und Gärten zur Verfügung, um sich der Körperpflege zu widmen, sich zu entspannen, ihre sozialen Beziehungen zu verbessern oder den Gott Mitra und andere heidnische Gottheiten zu verehren.
Holzgefeuerte Öfen, die von Sklaven beschickt wurden, dienten zur Erwärmung von Wasser sowie den Böden und Wänden der Thermen. Sie verfügten über effektive Wasserver- und -entsorgungssysteme.
Die Bäder wurden ab 537 nicht mehr genutzt, als die Aquädukte, die die Stadt mit Wasser versorgten, von den Barbaren zerstört wurden.
Weiter geht es mit dem Audioguide mit den Römischen Katakomben.
Die Thermen wurden nach dem für kaiserliche Bäder typischen rechteckigen Grundriss errichtet. Die bis zu 8.000 Besucher, die sie täglich besuchten, betraten sie durch vier Eingänge an der nordwestlichen Fassade. Die Badegäste durchliefen dabei verschiedene Räume: das Caldarium (heißer Raum), das Tepidarium (Wärmeraum), das Frigidarium (Abkühlraum) und schließlich das Natatio (Schwimmbecken).
In den Kellerräumen befanden sich die Räume für Wartung und Betrieb der Thermen. Zudem befand sich dort das Mithräum, der größte Mithras-Tempel Roms.
DIE RÖMISCHEN KATAKOMBEN
Die Katakomben sind unterirdische Galerien, die als Grabstätten für heidnische Bürger, Juden und die ersten Christen genutzt wurden. Man begann im zweiten Jahrhundert damit, sie auszugraben und wurden dann im Laufe der nächsten 300 Jahre lang genutzt.
Das römische Recht der damaligen Zeit verbot die Bestattung des Verstorbenen innerhalb der Stadt. Darüber hinaus wurde die christliche Religion verfolgt.
Die Christen akzeptierten nicht diesen heidnischen Brauch, die Leichen ihrer Verstorbenen zu verbrennen, weshalb sie beschlossen, diese riesigen unterirdischen Friedhöfe zu schaffen, da sie die perfekte Zuflucht waren, um ihre Lieben zu bestatten und dabei frei ihre Symbole zu nutzen.
Aufgrund der hohen Säuglingssterblichkeit der damaligen Zeit gibt es auch zahlreiche Kindergräber, sowie größere Gräber, in denen die ganze Familie bestattet wurde.
Mit der Unterzeichnung des Mailänder Ediktes im Jahr 313 hörte die Verfolgung der Christen auf, sodass sie mit dem Bau von Kirchen und dem Erwerb von Land beginnen konnten, ohne dass sie Angst haben mussten, dass es ihnen wieder beschlagnahmt wurde. Trotzdem wurden die Katakomben noch bis ins 5. Jahrhundert als Friedhöfe von ihnen genutzt.
Während der barbarischen Invasion im achten Jahrhundert wurden viele Katakomben ständig geplündert, sodass die Päpste die noch erhaltenen Relikte in die Kirchen der Stadt brachten.
Derzeit sind nur fünf von ihnen öffentlich zugänglich: San Sebastiano, Calixtus, Domitilla, Priscila und Sant'Agnese, die wir mit dem Audioguide besichtigen können.
In den 20 Kilometer langen Tunneln der Katakomben des Heiligen Kallistus, die von Papst Kallistus als offizieller Friedhof der römischen Kirche bestimmt wurden, wurden die Gräber von 16 Päpsten und 50 Märtyrern gefunden.
Die 17 Kilometer langen Katakomben der Heiligen Domitilla befinden sich unter dem privaten Friedhof von Flavia Domitilla, einem Mitglied der kaiserlichen Familie. Die Katakomben der Heiligen Agnes, mit ihren 13 Kilometern an Tunneln und sagenhaften 40.000 Gräbern, gelten als die „Königin der Katakomben“.
In Rom haben sich zudem zwei jüdische unterirdische Nekropolen erhalten: die von Vigna Randanini und die von Villa Torlonia.
SANKT PAUL VOR DEN MAUERN
Nächster Halt des Audioführers ist die Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Sie wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. errichtet und ist die Grabstätte des Apostels Paulus, die sich unter dem Hauptaltar befindet.
Nach der Hinrichtung des Apostels im ersten Jahrhundert n. Chr. errichteten seine Anhänger ein Heiligtum über dem Grab. Im Jahr 324 wurde eine kleine Kirche und im Jahr 386 ein größeres Gebäude gebaut.
Es hat ein aus 150 Säulen bestehendes Atrium, das von einem goldenen Mosaik bedeckt ist, das die Sonnenstrahlen reflektiert. In der Mitte des Innenhofes befindet sich eine Statue des Heiligen Paulus.
Ein Brand im Jahr 1823 schädigte das Gebäude, mit Ausnahme des Klosters von 1208, aber die Basilika wurde wie bisher mit den Elementen, die vor dem Brand gerettet worden waren, wieder aufgebaut.
Sie ist eine der vier päpstlichen Basiliken Roms und nach dem Petersdom die zweitgrößte Kirche der Stadt. Der Innenraum ist durch 80 Granitsäulen in fünf Kirchenschiffe unterteilt. In den Seitenschiffen und im Querschiff befinden sich große Medaillons mit den Porträts aller bisherigen Päpste, sowie zahlreiche ohne Porträt, die für zukünftige Pontifexe vorgesehen sind.
Die Benediktinermönche, die das Grab des Apostels Paulus hüten, kümmern sich ebenfalls um den Klostergarten, in dem Kräuter und Bäume wachsen, die laut Bibel im Garten Eden vorhanden waren.
TRASTEVERE
Trastevere ist ein Stadtteil Roms mit engen Kopfsteinpflasterstraßen und einer verspielten und ruhigen Atmosphäre.
Hervorzuheben sind die Piazza di Santa Maria in Trastevere als Treffpunkt und wo sich die Basilika Santa Maria in Trastevere befindet.
Das Viertel, das wir mit dem Audioführer erkunden können, beherbergt mittelalterliche Kirchen, zahlreiche Handwerksläden und ein umfangreiches gastronomisches Angebot, angefangen von den typischen Tavernen bis hin zu Lokalen mit moderner Küche.
Der Überlieferung zufolge wurde die Kirche Santa Maria in Trastevere an der Stelle errichtet, an der eine Ölquelle aus dem Boden sprudelte. Mehrere ihrer einundzwanzig Säulen stammen aus den Thermen des Caracalla.
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten des Viertels gehören die Villa Farnesina, ein Renaissance-Palast mit Fresken von Raffael, sowie das Nuovo Sacher, ein kleines Kino des italienischen Regisseurs Nanni Moretti, das auf Autorenfilme spezialisiert ist. Eine weitere bedeutende Kirche in Trastevere ist die Basilika Santa Cecilia, in der die Gebeine der Schutzpatronin der Musik aufbewahrt werden.
Die Galleria Corsini, die sich im ehemaligen Wohnsitz der schwedischen Königin Christina befindet, beherbergt einen Teil der italienischen Nationalgalerie. Auf dem ehemaligen Gelände dieses Palastes befindet sich der Orto Botanico, ein botanischer Garten, in dem seit dem 13. Jahrhundert Pflanzen kultiviert werden.
GIANICOLO-HÜGEL
Letzter Halt mit der Audio Tour ist Gianicolo, der achte Hügel Roms. Er war Schauplatz der Schlacht, in der Garibaldi den Angriff der französischen Truppen abwehrte. Auf dem Hügel befinden sich zu seinen Ehren zahlreiche Skulpturen.
Eines der Gebäude, die wir hier finden, ist die Kirche San Pietro in Montorio, in deren Innenhof sich ein kleiner Tempel befindet, der an der Stelle errichtet wurde, an der der heilige Peter gekreuzigt wurde.
Hinter Trastevere erhebt sich der Gianicolo-Hügel, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Dächer des Viertels hat. Diese höchste Erhebung der Stadt wurde 1883 von der neuen Regierung in eine öffentliche Parkanlage umgewandelt, um an die Verteidigung Roms zu erinnern.
Der Park besteht aus zwei großen von Bäumen gesäumten Alleen, die zur Piazza Garibaldi führen. Zum 50. Jahrestag der Einheit Italiens stifteten italienische Auswanderer aus Argentinien der Stadt einen Leuchtturm, der auf dem Hügel errichtet wurde.
Papst Pius IX. führte im Jahr 1846 die Tradition ein, dass täglich um Punkt 12 Uhr mittags eine Kanone mit einer Platzpatrone abgefeuert wird.
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